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Der Stern des Soldaten
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Olympische Sommerspiele 1980 in Moskau: 62 Staaten, unter ihnen auch Deutschland und die USA boykottieren die Spiele. Anlass: Das militärische Operieren der Sowjet Truppen in Afghanistan.

Olympische Sommerspiele 2008 in Peking: China schlägt mit einem massiven Militäraufgebot und Verhaftungswellen die Unruhen in Tibet nieder und die Welt diskutiert wieder über einen Boykott der Spiele.

Herbst 2008 in Deutschland: der Bundestag entscheidet über ein Verlängerungsmandat der Teilnahme der Bundeswehr an den Einsätzen der ISAF Truppen in Afghanistan.

Der hoch aktuelle Antikriegsfilm DER STERN DES SOLDATEN erzählt die wahre Geschichte eines jungen Russen, der in Afghanistan in die Gefangenschaft der Mudschaheddin gerät und nach und nach sich auf deren Seite schlägt.

11. September 2001. In den Bergen Afghanistans erfährt der französische Journalist Vergos von den Anschlägen auf das World Trade Center durch die Terroristen von Al-Qaida. Er erinnert sich an Nikolai…

UDSSR 1984. Nikolai, ein junger Musiker, landet wie Tausende anderer junger Russen als Soldat in Afghanistan, und findet sich in einem Krieg wieder, der nicht der Seine ist. Er wird Zeuge der inzwischen üblichen Vergehen des Militärs an der Zivilbevölkerung und zweifelt bald am Sinn des Ganzen. Während eines Einsatzes wird Nikolai von den Widerstandskämpfern des Mudschaheddin gefangen genommen und in die Berge verschleppt. Nicolai wird jedoch am Leben gelassen und gewinnt langsam das Vertrauen der Mudschaheddin und ihres charismatischen Anführers Massoud. Bei den Widerstandskämpfern trifft er auch auf Vergos. Im Laufe der Zeit lernt Nikolai mehr und mehr „die andere Seite“ kennen und realisiert, dass er sich in einem Land von überwältigender landschaftlicher Schönheit mit einer uralten Kultur befindet.

Ein Jahr später wird Nikolai von den Mudschaheddin Massouds freigelassen und überquert zu Fuß das gewaltige Gebirge des Hindukusch bis nach Pakistan: in die Freiheit. Sie wird nur von kurzer Dauer sein.

Der mit unzähligen Dokumentationen aus Afghanistan bekannt gewordene französische Regisseur Christophe de Ponfilly hat diesen Soldaten selbst auf einer seiner Reisen kennengelernt und dessen Leben in seinem ersten Spielfilm ein Denkmal gesetzt.

Christophe de Ponfilly – Autor und Regisseur

Christophe de Ponfilly reist zum ersten Mal im Juli 1981 heimlich nach Afghanistan, um den Widerstand des afghanischen Volkes gegen die sowjetischen Besatzer zu dokumentieren. Seine erste Reportage Une vallée contre un empire, gedreht im Pandschir-Tal, wird weltweit von mehreren Fernsehsendern ausgestrahlt. Ponfilly bleibt dem Land verbunden, beeindruckt auch von dem Kampf, der von Massoud geführt wird, und er berichtet immer wieder über das Drama, das sich in Afghanistan abspielt. 1984 kehrt er heimlich in das Pandschir-Tal zurück, in dem alle Dörfer von den Russen zwischenzeitlich zerstört worden waren, und dreht dort Les combattants de l’insolence, für den er 1985 den Prix Albert Londres erhält. Es folgen zwei Filme über sowjetische Gefangene: Les damnés de l’URSS und Soldats perdus. 1987 dreht er Massoud, portrait d’un afghan. Nach dem Rückzug der sowjetischen Truppen aus Afghanistan dreht Christophe de Ponfilly zusammen mit Frédéric Laffont einen zweistündigen Film über die Spuren, die der Krieg bei Afghanen wie Russen hinterlassen hat (Poussières de guerre – Le chant des armes et le temps des larmes). Nachdem die Mudschaheddin 1992 Kabul eingenommen haben, wird der Film mehrmals im afghanischen Fernsehen ausgestrahlt. 1993 kehrt Ponfilly nach Afghanistan zurück, um abermals über den Krieg zu berichten und zu filmen, diesmal in der afghanischen Hauptstadt. Es wird ein trauriges Reisetagebuch im Angesicht eines schändlichen Krieges (Kaboul au bout du monde). 1997 dreht er im Stil eines subjektiven Dokuabenteuers Massoud l’Afghan, der auch international großen Erfolg hat. Der Film macht deutlich, in welchem Maße der Westen trotz seiner omnipräsenten Medien die Situation unterschätzt hat, und wie er es versäumt hat, ein selbständiges Afghanistan zu unterstützen, als es erforderlich gewesen wäre.

Neben seinen Filmen (40 in 20 Jahren) schrieb Christophe de Ponfilly auch Bücher (Le clandestin dans la guerre des résistants afghans 1985; Poussières de guerre 1990; Massoud l’Afghan 1998; Vies clandestines, nos années afghanes 2001; Lettre ouverte à Joseph Kessel sur l’Afghanistan, une envie de hurler 2002 ; Scoops 2002). Er leitete die Reihe « Les hommes de notre temps » im französischen Verlag Editions Bibliophane.

L’étoile du soldat ist sein erster Spielfilm.

Kommentare & Kritiken

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