Valentina muss für vier Wochen in Jugendarrest, es hat Schlägereien gegeben, und sie hat sich dabei mit der Polizei angelegt: Widerstand gegen die Staatsgewalt. Die Mutter mischt sich schon lange nicht mehr ein. Sie kocht, wäscht, bügelt und putzt ab und zu für ein kleines Taschengeld das Treppenhaus der Flüchtlingsunterkunft. Suli bewundert Valentina, denn sie ist mutig und stark. Aber manchmal macht sie sich auch Sorgen um die Freundin: Valentina ist viel zu unruhig. Sie will nicht auf bessere Zeiten warten, sie will ihr Leben selbst in die Hand nehmen.
Zwei der Hauptdarstellerinnen
VALENTINA LLAZICANI
Geboren 1989 in Dreniza, Kosovo, kommt Valentina Llazicani 1994 mit ihrer Familie nach einem Zwischenstopp in Österreich nach Deutschland, wo sie mit ihrer Mutter und ihren beiden Brüdern in einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in München lebt. Erst im September 2007 erhält die Familie eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung. Momentan besucht Valentina die städtische Berufsschule zur Berufsvorbereitung in München um dort ihren Hauptschulabschluss zu machen und anschließend die Hans-Weinberger-Akademie für Altenpflege zu besuchen.
SULI KURBAN
Suli Kurban wird 1988 in Ürünqi, China geboren. 1999 kommt sie mit ihrer Familie über Kasachstan nach Deutschland, wo sie mit ihren Eltern und ihrem Bruder in einem Asylbewerberheim lebt. Ihre Familie erhält eine Aufenthaltsgenehmigung und zieht 2003 in eine Wohnung um. Nach ihrem Hauptschulabschluss 2006 besucht Suli für ein Jahr das berufsqualifizierende Jugend-Kulturprojekt IMAL, International Munich Art Lab, mit dem Fachbereich Theater. 2008 steht sie das erste Mal auf der Bühne der Münchner Kammerspiele, für das DokumentarTheater „Fluchten 1-4“ von Christine Umpfenbach, im Rahmen des Kulturprojekts „Bastard München - Doing Identity“. In Umpfenbachs neuem Theaterprojekt „Win-Place-Show“ am i-camp NT:Neues Theater, München, wird Suli ab April 2008 wieder zu sehen sein.






























