FUNNY GAMES U.S. – das Spiel beginnt.
George, Ann und ihr kleiner Sohn Georgie ahnen zunächst nicht, dass ihre idyllischen Sommerferien bald in einem Alptraum enden. Während Vater und Sohn das Segelboot zu Wasser lassen, bereitet Ann das Essen vor. Plötzlich steht Peter, der junge, sichtlich wohlerzogene Gast der Nachbarn in der Tür und bittet um ein paar Eier. Als er sie fallen lässt und neue verlangt, wird Ann stutzig.
Bald taucht ein zweiter junger Mann auf – Paul. Aus dem scheinbar freundlichen Besuch wird ein offen perfider Machtkampf. Die beiden Eindringlinge fordern die Kleinfamilie zu einer eiskalten Wette auf: Entweder schaffen es die Drei, sich innerhalb von 12 Stunden zu befreien oder sie sind tot. Ein Spiel mit vollem Einsatz und unberechenbarem Ausgang…
FUNNY GAMES U.S. – man wählt eine Familie, und dann das erste Opfer... Dies sind die einfachen Regeln von Peter und Paul, die Familien wie die Farbers in den Hamptons besuchen.
FUNNY GAMES U.S. fasziniert als einzigartiger und provozierender Thriller. Auf subversive Art stellt Michael Hanekes neuer Film die Sehgewohnheiten des Kinopublikums in Frage. Naomi Watts (KING KONG, RING, 21 GRAMM) und Tim Roth (PULP FICTION, PLANET DER AFFEN) liefern sich als terrorisiertes Elternpaar eine atemberaubende schauspielerische Tour de Force mit Michael Pitt (THE VILLAGE – DAS DORF, DIE TRÄUMER, LAST DAYS) und Brady Corbet (DREIZEHN, 24). Der 12jährige Devon Gearhart als Sohn Georgie ist eine echte Entdeckung, die man nie wieder vergessen wird.
Michael Haneke (DIE KLAVIERSPIELERIN), einer der bedeutendsten Regisseure des europäischen Gegenwartskinos (Regiepreis 2005 in Cannes und beim Europäischen Filmpreis für CACHÉ), inszeniert mit FUNNY GAMES U.S. seinen ersten amerikanischen Kinofilm.
DAS REMAKESchon in seiner Trilogie – DER SIEBTE KONTINENT (1989), 71 FRAGMENTE EINER CHRONOLOGIE DES ZUFALLS (1994) und insbesondere BENNY'S VIDEO (1992) – prangerte Michael Haneke die Wirkung der Darstellung von Gewalt durch die Medien an. Mit FUNNY GAMES U.S., seinem Shot-by-Shot-Remake des österreichischen Films von 1997 (damals mit Ulrich Mühe und Susanne Lothar in den Hauptrollen), greift Haneke das Thema erneut auf und verschärft es.
Nach der ersten Vorführung des Films sagte ein Kritiker: ‚Jetzt hat der Film seinen wahren Platz gefunden.' In der Tat ist die amerikanische Fassung mit den Hollywoodstars Naomi Watts, Tim Roth und Michael Pitt dem Publikum des Gewaltmainstreams nähergerückt. Haneke: „Als ich in den 90ern über FUNNY GAMES nachzudenken begann, hatte ich hauptsächlich das englischsprachige Gewaltkonsumentenpublikum vor Augen. Ich reagierte auf ein bestimmtes Kino, seine Gewalt, seine Naivität, und seinen Zynismus. Da der Film in einer fremden Sprache war und die Schauspieler den Amerikanern unbekannt waren, hat der damalige Film sein Publikum nicht erreicht. Ich denke, das kann sich nun ändern.“





























