Doch seine Mutter sieht alles anders: sie spricht nur armenisch, versucht Areg mit armenischen Frauen zu verheiraten und will nichts lieber, als zurück in Ihre Heimat Armenien. Und selbst ihre fortschreitende Diabetes hält sie nicht davon ab, das Essen traditionell armenisch zuzubereiten – natürlich mit viel Fett und Öl.
Und dann ist da noch der kleine Bruder Garnik. Er fühlt sich auch mit Armenien verbunden, denn ein armenischer Geistlicher hat ihm von einem Goldschatz im armenischen Heimatdorf seiner Mutter erzählt und Garnik ist fest entschlossen, ihn zu finden. Er ist überzeugt: wenn man nur fest genug an seine Wünsche glaubt, gehen sie auch in Erfüllung.
Als die Ärzte Areg mitteilen, dass es um die Gesundheit seiner Mutter weitaus schlechter steht, als bisher angenommen, muss er bei Maria und Garnik in Regensburg bleiben. Damit ist er gezwungen sich Schritt für Schritt wieder mit den armenischen Wurzeln zu beschäftigen... Nuran David Calis‘ Film reißt den Horizont emotional weit auf – auch bildlich, wenn die Kamera im Sturm über die Landschaft fliegt - weil er scheinbar Trennendes vereint: Selbstverwirklichung und Hingabe an andere, Realität und Wunschtraum, jugendliche Ungeduld mit Weisheit. Ende und Aufbruch. „Vertraute Fremdheit“: ein armenisches Leben in Deutschland!
Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden schreibt in ihrer Begründung für die Auszeichnung des Films mit dem Prädikat „Besonders Wertvoll“:
"Einen würdigen Nachfolger für den besucherstarken Überraschungsfilm "Wer früher stirbt, ist länger tot“ hat hier der Movienet-Verleih an der Hand: wieder ist es die bayerische Provinz, aber mit multikulturellem Hintergrund. Zwischen zwei Welten leben (müssen) zwei ungleiche armenische Brüder, beide wollen sie ihrer traditionsverbundenen Mutter den letzten Wunsch erfüllen. Das ist hinreißend, sinnlich, situationskomisch und -traurig inszeniert, genau beobachtet, meisterhaft und mit leichter Hand erzählt."































