Schließlich verdichten sich die Ereignisse zum Unheil und das Unmenschliche im Menschlichen wird immer eindeutiger. Ein Geschöpf aus der Unterwelt gebraucht all seine zerstörerische Kraft, um aus Liebe zu Nurcan die junge Ehe zu beenden.
Die jungen Produktionsfirmen Mia Film und Dada Film sprechen mit dem Film MUSALLAT ein Tabuthema an, dass zwar jeder in der Türkei kennt, doch das nie laut diskutiert wird: “Die Ko-Existenz mit den Dschinn”.
Zahlreiche Verse aus dem heiligen Koran versuchen, die Menschen über die Dschinn zu informieren. Die ausführlichste Betonung befindet sich dabei in Sura 51, “Die Winde der Zerstreuung (Al-Dháriyát)”; ”...Und Ich habe die Dschinn und die Menschen nur darum erschaffen, daß sie Mir dienen...”
Um das Mysterium "Dschinn" ein wenig durchsichtiger zu machen, hier ein paar Zeilen aus dem online-Lexikon Wikipedia:
"Bereits die Meder (pers.: Mâd-hâ), ein antikes iranisches Volk, das im Westen des heutigen Iran als Hochland-Nomaden lebte, glaubten an Dschinn als Wesen, die, neben den Menschen und anderen organischen Lebensformen auf der Erde existierten - als nicht-materielle Lebensformen, dennoch aber an die Erde gebunden. Etwa drei Jahrhunderte später, bei den vorislamischen Arabern galt die „Unheimlichkeit” ungewöhnlicher Dinge nicht als naturgegeben, sondern als von den Dschinn (Geistern) hervorgerufen. Als Aufenthaltsorte bevorzugen Dschinn Wüsten, Wälder, Busch- und Strauchlandschaften, Ruinen, Grabstätten, und Schlangengruben. Auch lieben sie Orte, die dunkel oder auch feucht sind, wie etwa Erdlöcher, oder einen Hamam, besonders nachts. Tagsüber bewegen sie sich im Allgemeinen in der Luft oberhalb der Menschen-Sphäre bis direkt unterhalb der Engelsphäre, von wo aus sie fallweise die Gespräche der Engel belauschen können. Dieses Wissen können sie unter besonderen Umständen auch bestimmten Menschen mitteilen. Der Nutzen ist jedoch umstritten. Sie haben Familien (der Volksmund kennt vielerlei Geschichten von Menschen, die mit Dschinn verheiratet waren - Rafik Schami hat einer solchen Verbindung sogar eine Erzählung gewidmet), Religionszugehörigkeiten, Vorlieben und Abneigungen." (...)
Der Film "Musallat" setzt bei diesem Mysterium an, und erzählt mit beeindruckenden visuellen Effekten und horroresken Szenen die spannende Liebesgeschichte zweier junger Menschen.






























