Der 17jährige Guido (Jacob Matschenz) leidet seit frühester Kindheit an Neurodermitis. Irgendwann wird er nach einem schweren Schub ins Krankenhaus eingeliefert. Hier beginnt er, sein Umfeld zu hinterfragen und entdeckt, dass sein vermeintlich heiles Elternhaus auf Lügen gebaut ist. Er ist zunächst unfähig, diese Enttäuschung zu verarbeiten und flieht in die WG seines älteren Bruders. Hier lernt er den charismatischen aber auch rücksichtlosen Tagelöhner Rudi (Andreas Schmidt) kennen. Ihn beneidet er um seine Unabhängigkeit und seinen Lebensmut. Langsam lernt Guido von ihm, egoistischer zu sein und merkt, wie gut sich ein selbst bestimmtes Leben anfühlt. Tatsächlich bessert sich der Zustand seiner Haut mit jedem Tag. Doch als Guidos Mutter (Johanna Gastdorf) im Alkoholrausch schwer stürzt, wird Guidos neu gewonnene Zuversicht auf die Probe gestellt…
NEANDERTAL wurde bereits auf diversen internationalen Festivals präsentiert. Er feierte seine Premiere auf den 40. Internationalen Hofer Filmtagen und lief unter anderem auf dem Max- Ophüls- Festival 2007 und auf der 57. Berlinale in der Sektion „German Cinema". Außerdem war er 2006 für den Förderpreis Deutscher Film in der Kategorie Schauspiel nominiert.
Der Film behandelt das Thema Neurodermitis. Es ist eine Hautkrankheit, deren Hauptsymptome rote, schuppende Ekzeme und ein oft quälender Juckreiz sind. Die Beeinträchtigung des Aussehens kann dazu führen, dass sich Betroffene sozial ausgegrenzt fühlen oder sich selbst in die soziale Isolation zurückziehen. Allein In Deutschland sollen etwa 6 Millionen Menschen an Neurodermitis erkrankt sein.