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Schmetterling und Taucherglocke
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Der ehemalige französische Elle-Chefredakteur Jean-Dominique Bauby ist 42 Jahre alt, als er urplötzlich aus seinem gewohnten Leben mit all seinem Glamour und Style gerissen wird. Nur mit dem Blinzeln seines Auges diktiert Bauby seine Memoiren und lässt darin nicht nur sein Leben Revue passieren, sondern auch ganze Gedankenwelten entstehen, die ihn erkennen lassen: Glück bedeutet zu realisieren, dass man liebt und geliebt wird ...

SCHMETTERLING UND TAUCHERGLOCKE ist eine emotional bewegende und filmisch einzigartige Liebeserklärung an das Leben, eine zärtlich poetische und immer wieder überraschend heitere Hymne auf die Liebe und die Menschlichkeit, betrachtet aus der Perspektive eines einzigen Augenaufschlags …


Ein Film, der sich vor allem um die Liebe dreht, um das Leben, um das Glück, vom Glück lebendig zu sein. Er beschäftigt sich mit scheinbar ganz einfachen, elementaren Dingen: mit dem Sehen, dem Hören, dem Erzählen, dem Wahrnehmen der Welt um sich herum, mit Menschen, mit Männern und Frauen, mit Räumen, mit Landschaften, mit Erinnerungen, mit Geschichten, mit Ängsten und mit Freuden.

Und immer wieder geht es um die Liebe; um die Liebe zwischen Männern und Frauen, um die Liebe in der Ehe und die Liebe ohne Ehe, um die Frauen im Leben der Hauptfigur und um die ganz besondere Liebe zwischen Eltern und Kindern.

All diese Erfahrungen beschreibt der Film mit großer Offenheit, mit fast kindlich unschuldigem Staunen, so wie jemand wahrnehmen würde, der alles zum ersten Mal erlebt, der die Welt entdeckt, sich selbst, seine Umgebung, seine Grenzen, seine unendlichen Möglichkeiten. Aber er erzählt all dies auch aus einer ganz besonderen, radikalen Perspektive: aus der Sicht eines kranken Menschen.

Und so wird aus einer Leidensgeschichte, aus einem Unglück, aus einer persönlichen Katastrophe eine ungeheuer berührende, versöhnliche, hoffnungsvolle Hymne an das Leben und an die Liebe.

Er nimmt die Zuschauer mit auf eine berührende Reise, indem er die Welt zunächst nur über die Augen und die Ohren des Verunglückten darstellt und diese Eindrücke erst nach und nach mit Erinnerungen, Fantasien und Rückblenden ergänzt. Durch diese Darstellungsweise finden die Zuschauer zusammen mit der Hauptfigur zu einer zunächst als schmerzhaft begrenzt empfundenen, aber bald umso intensiveren, offeneren, sensibleren Wahrnehmung ihrer selbst und ihrer Umgebung.

SCHMETTERLING UND TAUCHERGLOCKE stellt radikale und grundsätzliche Fragen, eröffnet mit verstörender Emotionalität und Sinnlichkeit die Chance, nicht nur mit dem Betroffenen unmittelbar mitzufühlen, sondern darüber hinaus das eigene, vermeintlich so sichere, so erklärbare, so vorhersehbare und doch oft so oberflächliche und flüchtige Bild von sich selbst, den anderen und der Welt insgesamt zu überdenken und womöglich zu ändern.

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