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Am Ende kommen Touristen Hot

 

Am Ende kommen Touristen
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Zivildienst in einer Begegnungsstätte in Polen? Das stand auf Svens Wunschliste nicht ganz oben – war aber die einzig freie Stelle, die er noch bekommen konnte. In Oswiecim, dem Ort, der unter seinem deutschen Namen Auschwitz traurige Berühmtheit erlangte, soll sich Sven um den eigenwilligen KZ-Überlebenden Krzeminski kümmern und wird nicht nur mit neuen Aufgaben, fremder Sprache und der historischen Bedeutung des Ortes konfrontiert, sondern auch mit der eingespielten Routine der Vergangenheitsbewältigung. Als Sven auf die polnische Dolmetscherin Ania trifft und sich in sie verliebt, lernt er ein Leben jenseits der Begegnungsstätte kennen. Aber wie sieht ein normales Leben an einem Ort aus, an dem nichts normal ist? Wo Fettnäpfchen, Vorurteile und Tabus auf der einen Seite und Gedenkstätten-Tourismus auf der anderen Seite lauern? Als Ania sich für ein Stipendium in Brüssel bewirbt, beschließt Sven alles hinzuschmeißen. Mit gepackten Koffern steht er am Bahnhof. Doch am Ende kommen Touristen, wie jeden Tag, und Sven muss sich entscheiden...

Mit AM ENDE KOMMEN TOURISTEN ist Regisseur Robert Thalheim ein einfühlsamer Film über das Leben zwischen Zukunftsträumen und der Konfrontation mit der Geschichte gelungen. Mit einem sicheren Gespür für menschliche Sehnsüchte und Ängste erzählt er eine Liebesgeschichte aus dem neuen Europa. AM ENDE KOMMEN TOURISTEN ist der zweite Spielfilm von Robert Thalheim, dessen Debüt NETTO mit zahlreichen Preisen wie dem Deutschen Filmkunstpreis 2005 und dem Jurypreis der Perspektive Deutsches Kino Berlinale 2005 ausgezeichnet wurde.

Der Ernst-Busch-Absolvent Alexander Fehling (derzeit in Peter Steins „Wallenstein“ am Berliner Ensemble besetzt) und seine junge Kollegin Barbara Wysocka überzeugen in ihren ersten großen Kinorollen neben der polnischen Schauspielerlegende Ryszard Ronczewski (u.a. Andrzej Wajdas Samson, 1961). AM ENDE KOMMEN TOURISTEN, eine 23/5 Filmproduktion von Britta Knöller und Hans-Christian Schmid, lief als deutscher Beitrag beim Filmfestival in Cannes 2007 in der Sektion „Un certain regard“.

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