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Grenze [Wiederaufführung]
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Frontdienst in Deutschland leisteten. Die vier treffen sich erstmals seit 1987 wieder. Sie sehen zum ersten Male die Fotos, die damals heimlich aufgenommen wurden, obwohl das Spionage war und dafür das Militärgefängnis gedroht hätte, und sie sehen den Ort des Geschehens. Ein absurder Zufall sorgte dafür, daß exakt ihr Postenbereich erhalten blieb. GRENZE ist eine Reise an diesen gespenstisch konservierten Schauplatz, eine Zeitreise und eine Reise ins Innere der Protagonisten, an ihre seelischen Grenzen. Und es ist die Geschichte eines Fünften, der das Schicksal der anderen auf sich zukommen sah und versuchte, dem
gesellschaftlichen Druck und der Staatsräson zu entkommen ...
Im Februar 1986 werden sie ins Grenzausbildungsregiment Halberstadt einberufen, um nach dem dortigen Training in den Schutzstreifen (Sprachregelung Ost) oder Todesstreifen (Sprachregelung West) irgendwo zwischen Helmstedt (West) und Hötensleben (Ost) versetzt zu werden und
anderthalb Jahre lang ihren Wehrdienst zu absolvieren. Keiner von ihnen hat sich freiwillig gemeldet. Sie sind so unterschiedlich, wie man nur sein kann, doch der Drill einer sozialistischen Armee und der zusätzliche Druck des Grenzregimes zwingt ihnen die gleichen Erlebnisse auf und stellt sie vor existentielle Fragen. Doch in dem Alter erträgt man viel, verdrängt manches und hat Träume für die Zeit danach ...
Nach 545 Tagen ist die Asche beendet, die vier leben ihre Leben weiter. Die Armeezeit scheint nur eine sehr unangenehme, doch ohne Schäden überstandene Episode in ihrer aller Biografie zu sein – außerdem eine Zeit, über die man heutzutage besser nicht redet, denn das jetzige Bild
der DDR-Grenzer als besonders linientreuer, vom Regime überzeugter und gewaltbereiter Menschen ist in der Öffentlichkeit fest zementiert.
Da wirkt erstaunlicherweise eine Propagandaformel der DDR bis heute: Die Grenzer sollten die Garde des Proletariats sein, die Elite aller DDRSoldaten. Damals hätte jeder der Porträtierten über diesen Mist gelacht. Heute - achtzehn Jahre nach ihrer Einberufung - ist aber allen klar, daß ein anderer, zweiter Propagandaspruch stimmt: der vom Frontdienst im Frieden. Die Front existierte, der kalte Krieg war keine Floskel, es gab Tote, Verletzte, Schocks und Traumata, und keiner
hier ist mit diesem Thema fertig.
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![Grenze [Wiederaufführung]](http://www.filmforward.de/images/stories/jreviews/tn/tn_115_grenzeplakat_1186745962.jpg)











