Muharrem (Erkan Can) ist streng gläubiger Moslem. Er richtet sein Leben ganz nach den Regeln eines erzkonservativen Ordens in Istanbul aus.
Irgendwann wird er zum ersten Mal mit der modernen Welt konfrontiert, und da muss er entdecken, dass auch er der Versuchung durch Sünde, Heuchelei und Gotteslästerung nicht widerstehen kann. Eine Erkenntnis, die für Muharrem zur unerträglichen Qual wird.
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Als letzter Nachkomme einer albanischen Immigranten-Familie wohnt der 45-jährige Muharrem (Erkan Can) einsam in Süleymaniye. Es ist einer der ältesten und konservativsten Stadtteile Istanbuls. Seit 34 Jahren arbeitet er treu und integer für einen Sackhändler als Lagerverwalter.
Muharrem lebt bescheiden und streng nach den traditionellen moralischen Vorgaben seiner verstorbenen Eltern. Er ist stets bemüht jede Sünde zu vermeiden. Einmal in der Woche geht er zum Dergah, dem Kloster einer religiösen Sekte, die Muharrem Kraft und Halt gibt, sein Leben in Demut und tadelloser Gottesfürchtigkeit zu führen. Zu seinem Unheil wird er in seinen Träumen regelmäßig vom „Teufel“ in Person einer wunderschönen Frau heimgesucht, deren Verführungskünsten er des Morgens in feuchter Ekstase erliegt. Tief beunruhigt und beschämt muss er sich waschen und findet kaum noch Schlaf. Muharrems außergewöhnliche Frömmigkeit und Bescheidenheit erregen die Aufmerksamkeit des Klosteroberhauptes. Er wird beauftragt, neben seiner Arbeit im Sackhandel nun auch die Mieten der zahlreichen Besitztümer des Klosters einzusammeln und das angesehene Dergah stolz nach außen zu repräsentieren. Mit großer Angst vor der ihm zugedachten Aufgabe, aber durch die Bitte des Oberhauptes persönlich verpflichtet, macht sich Muharrem an die Arbeit. Sein gesellschaftliches Ansehen steigt rapide, doch die machtvolle Position ist eine verführerische Erfahrung, die ihn emotional und intellektuell überfordert. Muharrem muss sich plötzlich als Geschäftsmann im kosmopolitisch modernen Istanbul mit seiner europäischen Freizügigkeit zurechtfinden. Eine andere Welt, die er sein Leben lang gemieden hat. Die Last der Verantwortung und die ständige Versuchung durch Sex, Geld und Macht treiben ihn langsam schwelend in den Wahn. Durch tagelange Gebete versucht er wieder auf den Pfad der Tugend zu gelangen. Ohnmacht und Schuldgefühl werden dennoch immer größer. Als Muharrem schließlich unwillentlich Geld des Sackhändlers veruntreut und der Teufelin seiner nächtlichen Phantasien begegnet, zerbricht er.





























