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Zeppelin!
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Jeder kennt die Bilder der „Hindenburg“, die wie ein böses Omen am Vorabend des zweiten Weltkrieges wie ein Feuerball vom Himmel fiel. Doch was steckt hinter diesen Bildern? Eine menschliche Tragödie, die sich hinter der bis heute offiziell ungeklärten Unglücksursache verbirgt.Um die in einem alten, stockfleckigen Heft festgehaltene Geschichte seines Vaters endlich beenden zu können, recherchiert Matthias Silcher im Jahre 2005 die Geschichte seines Großvaters Robert, der 1937 als Besatzungsmitglied bei der Hindenburg- Katastrophe in Lakehurst ums Leben kam. Seine Spurensuche führt ihn in das Zeppelinmuseum Friedrichshafen zu Roberts ehemaligem Kollegen Karl Semmle. Doch der alte Mann reagiert äußerst ablehnend auf den Familienarchivar und will zunächst die Gründe für dessen Neugier erfahren, bevor er sein Schweigen bricht.
Schon in Matthias’ Kindheit hatte den Großvater Robert, den er aus den spannenden Erzählungen seines oft betrunkenen Vaters kannte, ein Geheimnis umgeben. Zeit seines Lebens hatte Robert Silcher nur ein Ziel gekannt - den Zeppelin, in dem er bereits als kleiner Junge den einzigen Ausweg aus der wilhelminischen Enge des schwäbischen Heimatortes sah.
So verlässt er 1929 als junger Mann sein Elternhaus, um in Friedrichshafen auf der Zeppelinwerft zu arbeiten. Dort wandelt sich seine Liebe zu den Luftschiffen, deren Existenz durch die explosive Gefährlichkeit des Wasserstoffes bedroht ist, mehr und mehr zum Fanatismus. Obwohl er mit der jungen Thea eine Familie gründet und in deren Bruder Konrad einen Freund findet, wird er für seine Umwelt immer fremder und undurchschaubarer. Während um ihn herum allerorts die Flaggen der Nationalsozialisten gehisst und die politischen Spannungen immer augenscheinlicher werden, vergräbt Robert sich zunehmend in die Wissenschaft der Luftschifffahrt. Selbst Konrads ebenso plötzlicher wie mysteriöser Tod scheint ihn nicht zu rühren. Bis er schließlich selbst in den Flammen der Hindenburg aufgeht und nichts weiter zurücklässt als einige Kleidungsstücke, Fotografien und einen halbverbrannten Brief.
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