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Kino Februar 2009 The Wrestler
 

The Wrestler Hot

 

The Wrestler
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5.0 (1)

Filme

Originaltitel The Wrestler
Produktionsland USA
Produktionsjahr 2008
Kinostart (D) 26. Februar 2009
Genre Drama
Regie Darren Aronofsky
Darsteller Mickey Rourke, Marisa Tomei, Evan Rachel Wood, Mark Margolis, Todd Barry, Wass Stevens, Judah Friedlander, Ernest Miller, Dylan Summers
Verleih Kinowelt
Filmlänge 105
FSK Freigabe Freigegeben ab 12 Jahren
Prädikat Besonders Wertvoll

Die glorreichen Zeiten von Randy Robinson (MICKEY ROURKE) sind vorbei. In den 80ern triumphierte er als Wrestling-Star „The Ram“. Aber jetzt sind aus den großen Arenen drittklassige Sporthallen geworden. Die lange blonde Mähne wirkt wie ein Relikt geschmackloser Haar-Moden; auch sie kann sein Hörgerät nicht verdecken. Seinen immer noch imposanten Körper muss er mit einer regelmäßigen Steroid-Dosis in Schuss halten.

Das Geld für seine billigen Show-Auftritte reicht kaum aus, um die Miete für den Standplatz seines Wohnwagens zu bezahlen. Nur indem er als Lagerarbeiter im Supermarkt schuftet, vermag er sich finanziell über Wasser zu halten.

Trotzdem ist das Wrestling seine Welt geblieben. Die alten Kollegen, die er bei den Showkämpfen trifft, geben ihm einen Hauch von menschlicher Wärme – ebenso wie die Kinder aus der Nachbarschaft, für die er der Kultstar von nebenan ist. Immerhin war er einmal Hauptfigur eines Nintendo Games, das er mit seinen jungen Fans gelegentlich spielt. Nicht zuletzt dank seines rauen Macho-Charmes ist er der Lieblingskunde von Stripperin Cassidy (MARISA TOMEI). Sie nimmt es ihm nicht einmal wirklich übel, wenn er andere Klienten handgreiflich hinauskomplimentiert, als diese unverschämt werden. Und er erinnert sie an die Hauptfigur ihres Lieblingsfilms: „Du solltest dir Die Passion Christi anschauen. Diesen Typen hat man mit allem bombardiert, was es gibt.“

Eine persönliche Passion muss dann auch Randy über sich ergehen lassen, als in einem neuen Match ein Klammergerät zum Einsatz kommt und trotz der unter Wrestlern üblichen Absprachen ordentlich Blut fließt. Für seinen ohnehin lädierten Körper ist diese Stressdosis zu viel, und er erleidet einen Herzanfall.

Im Krankenbett wieder erwacht, findet er sich mit einem eindeutigen Befund konfrontiert: Sollte er weiter kämpfen, droht ihm unweigerlich der Tod. So beginnt er nach dieser Zäsur sein Leben neu zu ordnen. Allen voran die Beziehung zu seiner Tochter Stephanie (EVAN RACHEL WOOD), die er seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Und das aus gutem Grund. Die junge Frau weiß sehr gut, wie sehr er ihre Mutter vernachlässigt hat, und will ihn daher nicht in ihr Leben lassen. „Ich verdiene es allein zu sein“, weiß er selbst.

Doch Randy gibt nicht auf, nicht zuletzt da ihm Cassidy Mut macht. Und tatsächlich, dank unbeholfener Geschenke gelingt es ihm langsam wieder Stephanies Vertrauen zu gewinnen. Gleichzeitig entspinnt sich zwischen ihm und der Stripperin eine zarte Romanze. Zwischen den beiden verwundeten Seelen, die ihre besten Jahre hinter sich haben, gibt es mehr als nur physische Anziehung. Schon allein weil sie die gleichen Vorlieben für Hardrock-Bands wie Accept haben: „Die 80er waren absolut top, bis diese Schwuchtel Cobain daher kam und alles verkackt hat.“ Sogar beruflich scheint ihm ein Neuanfang zu gelingen. Der Supermarkt-Manager (TODD BARRY), der ihn verspottete, „er würde seinen Samstagnachmittag damit verbringen, auf dem Gesicht anderer Männer zu sitzen“, gibt ihm einen Job hinter der Metzgerei-Theke. Zunächst geht Randy voll Energie an die Arbeit, auch wenn sein unkonventioneller Stil nicht bei allen Kunden gut ankommt. Zwangsläufig schlägt er ein Angebot aus, das ihm ein kleines Comeback als Wrestler ermöglichen würde – ein 20jähriges Rematch des Kampfes gegen seinen größten Gegner von damals – den „Ayatollah“.

Aber noch hat er sein Privatleben nicht im Griff. Seine Tochter findet ihre schlimmsten Befürchtungen bestätigt, als er nach einer Nacht voll Sex & Drugs ein vereinbartes Treffen versäumt. Prompt zieht sie wieder ihre emotionalen Schutzmauern hoch. Und auch Cassidy verweigert sich einer wirklichen Beziehung, da sie prinzipiell nichts mit Kunden anfangen will. Als ihn ein früherer Fan in seiner lächerlichen Metzger-Kleidung erkennt – mit weißer Schürze und Haarhaube – brennen bei ihm die Sicherungen durch. Er begreift, dass er seine Identität und seine Würde nur im Wrestling-Ring findet. So sagt er für das Rematch zu und tritt zum Kampf seines Lebens an...

Kommentare & Kritiken

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1 of 1 Besucher fanden folgende Bewertung nützlich
THE WRESTELR hat mich in keinster Weise berührt. Schade, denn Mickey Rourke war gut in seiner Rolle - auch wenn er sich vielleicht einfach nur selbst gespielt hat... ;)
Die Story war allerdings sehr vorhersehbar und irgendwie auch platt. Keine Wendung, nichts dergleichen. Vielleicht ist das auch so gewollt, weil es sicherlich authentischer wirkt, aber trotzdem fehlte da das gewisse etwas.
Ich fand die Darstellung der Wrestling-Szene - oder vielmehr das, was aus ihr geworden ist, sehr gut umgesetzt. Mickey Rourke als alter Wrestler, der seine alten Kollegen - die Heros von damals - im Rollstuhl sitzen sieht, selber seine Körper mit Medikamenten und dem Wrestling selber quält, im 21. Jahrhundert die Musik der 90er hört und sagt, die 90er wären scheiße...

Alles in allem ein Film, den man sich ansehen kann, aber mit einer vorhersehbaren Geschichte, die nicht wirklich in die Tiefe geht und so einiges offen lässt.

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Geschrieben von Andreas
March 15, 2009
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