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Kino März 2009 Hinter Kaifeck
 

Hinter Kaifeck Hot

 

Hinter Kaifeck
Benutzerbewertung
 
4.0 (2)

Filme

Produktionsland Deutschland
Produktionsjahr 2009
Kinostart (D) 12. März 2009
Genre Drama
Regie Esther Gronenborn
Darsteller Benno Fürmann, Alexandra Maria Lara, Henry Stange, Michael Gwisdek, Erni Mangold, Waldemar Kobus, Manfred Möck, Monika Hansen
Verleih Kinowelt
Filmlänge 87
FSK Freigabe Freigegeben ab 12 Jahren
Prädikat Wertvoll

Hinterkaifeck, Oberbayern, 1922: Wie ein verlorenes Rotkäppchen stapft ein kleines Mädchen durch einen unheimlichen Wald – bis zu einem einsamen Bauernhof, wo es im Kuhstall grausig zugerichtete Leichen findet. Doch woher stammen die Babyschreie, die aus dem Hintergrund zu hören sind? Über 80 Jahre später kommt der Fotograf Marc (Benno Fürmann) mit seinem kleinen Sohn Tyll (Henry Stange) in die Gegend, um Aufnahmen für ein Buch über „Urtümliches aus Bayern“ zu machen. Die beiden beziehen ein Zimmer in einer Pension, wo sie von der sympathischen Betreiberin Juliana (Alexandra Maria Lara) freundlich aufgenommen werden.

Aber die junge Frau ist auch der einzige Lichtblick in einer bedrückenden Umgebung – und in einer beklemmenden Zeit. In den so genannten „Rauhnächten“ zwischen Weihnachten und Neujahr treiben die Perchten ihr Unwesen, als monströse Schreckgestalten verkleidete Dorfbewohner, die gemäß alten Bräuchen Teufel und Dämonen austreiben sollen. Eine davon erschreckt Marcs Sohn, und mit diesem kleinen Zwischenfall entspinnt sich eine Reihe mysteriöser Ereignisse: Julianas scheinbar geistig verwirrte Oma (Erni Mangold) sagt, sie hätte Marcs Ankunft erwartet. In der ersten Nacht träumt er von einer Frau in rotem Kleid, die ihn zu dem unheilvollen Einödhof führt. < br>
Als er am Morgen aufwacht, entdeckt er an sich Spuren eines nächtlichen Ausflugs. Und auch der Tag bietet keine wirkliche Erleichterung, denn die Einheimischen haben offenbar dunkle Geheimnisse zu verbergen – ob der unheimliche Schreiner Kogler (Waldemar Kobus) oder der Ladenbesitzer Gäbler (Manfred Möck). Immer mehr Fragen werfen sich auf: Warum gibt der Pfarrer (Michael Gwisdek) Marc eine Kette mit einem Kreuz, die er in einem seiner Träume schon einmal gesehen hat? Was hat es mit dem Grab auf sich, das die Oma entgegen dem Willen ihrer Tochter (Monika Hansen) ständig besucht? Warum entfernt diese das Foto des Mord-Hofes das im Frühstücksraum der Pension hängt? Die einzigen Hinweise scheinen Marcs Träume zu bieten, die ihn auch in den folgenden Nächten heimsuchen. Wieder führt ihn die Frau im roten Mantel zu dem unheilvollen Gehöft, und am nächsten Tag sucht er den Ort in der Realität auf. Prompt ereignet sich ein mysteriöser Unfall – sein Sohn bricht durch morsche Bretter in den Brunnen ein, wo er einen Knochen unbestimmter Herkunft findet. Der Sog dieses Orts wird für Marc immer stärker und er stellt Nachforschungen an. Während der Pfarrer ihn abzuwimmeln versucht, erzählt ihm Juliana von dem Verbrechen, das sich dort vor 80 Jahren ereignete. Damals wurde die sechsköpfige Familie Gruber brutal erschlagen; seither heißt es, im Gehöft solle der Teufel wohnen. Zeitpunkt der Morde war die Epiphaniasnacht vom 5. auf 6. Januar, der Höhepunkt der Rauhnächte, auf den sich das Dorf gerade mit altertümlich-katholischen Prozessionen vorbereitet.

In Marcs Visionen, die ihn inzwischen auch tagsüber heimsuchen, verdichtet sich das Bild der einstigen Geschehnisse – von der Vergewaltigung der Tochter durch den Vater, von der Geburt ihres „Teufelskinds“, von einer Schar Perchten, die das unselige Anwesen überfällt... Doch jemand blieb verschont – ein Baby, das von einem Mädchen auf seinem Waldspaziergang entdeckt und in Sicherheit gebracht wurde. Und wenn alle Indizien schlüssig sind, war das Mädchen niemand anders als Julianas Oma. Die inzwischen alte Frau steht nach einem Schlaganfall am Rand des Todes; bevor sie stirbt, macht sie gegenüber Marc eine letzte Enthüllung... Seine Geschichte scheint mit den Morden von Hinterkaifeck auf unglaubliche Weise verknüpft. Doch das bringt nicht nur ihn und seinen Sohn in Lebensgefahr, sondern auch Juliana, die seiner Version der Geschichte Glauben zu schenken beginnt. Denn jetzt steht die Epiphaniasnacht unmittelbar bevor, und die Bewohner des Dorfes treiben als Perchten verkleidet den Teufel aus…

Zum ersten Mal findet einer der großen ungeklärten Mordfälle Deutschlands seinen Weg ins Kino: Regisseurin Esther Gronenborn (Deutscher Filmpreis für „alaska.de“) ließ sich von dem berühmten Kriminalfall in „Hinterkaifeck“ zu einem packenden Mystery-Thriller inspirieren. Sie entwickelte ein hochspannendes, zeitgenössisches Szenario, in dem Benno Fürmann („Nordwand“) und Alexandra Maria Lara („Der Baader Meinhof Komplex“) in den Hauptrollen brillieren. In weiteren Rollen sind Michael Gwisdek („Der Baader Meinhof Komplex“), Erni Mangold („Nordwand“) und Henry Stange, der sein Kinodebüt gibt, zu sehen.

Kommentare & Kritiken

Durchschnittliche Bewertung von: 2 Benutzern

 

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4.0
 
 

2 of 3 Besucher fanden folgende Bewertung nützlich
Ich habe den Film zwar auch noch nicht gesehen, aber ich stimme Julius da zu. Vielleicht bewertet die Filmbewertungsstelle auch eher die Story und nicht das gesamte Erscheinungsbild des Films. Da die Story nach einer wahren und dazu deutschen Begebenheit spielt, war das vielleicht der Grund für ein WERTVOLL!? Es ist ja auch kein BESONDERS WERTVOLL, sondern "nur" ein WERTVOLL... ;) - Man weiß es nicht...
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Geschrieben von Harald
March 05, 2009
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2 of 3 Besucher fanden folgende Bewertung nützlich
...obwohl der Film ein PRÄDIKAT WERTVOLL von der Filmbewertungsstelle bekommen hat, macht er eher einen "billigen" Eindruck... - ich bin gespannt, wie er im Kino rüberkommt!
Bewertung insgesamt:
 
3.0
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Yes No
Geschrieben von Julius
March 05, 2009
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