Kennen Sie Alan Smithee?
Persönlich wohl kaum, denn diesen Mann gibt es gar nicht. Und das, obwohl er schon in so manchem Filmabspann genannt wurde: Alan Smithee ist das Pseudonym, welches gerne verwendet wird, wenn der Regisseur nicht mehr mit seinem eigenen Werk in Verbindung gebracht werden möchte. Vielleicht hätten sich Produzent Ben und sein eigenwilliger Regisseur Jeremy in INSIDE HOLLYWOOD auch besser auf ein Pseudonym verlassen sollen…
‚Geboren’ wurde Alan Smithee 1969, als weder Robert Totten noch Don Siegel ihren Namen für den Film „Death of a Gunfighter“ hergeben wollten. Seitdem hat Smithee bei zahlreichen Filmen ‚Regie geführt’: u.a für David Lynch bei der Fernsehproduktion „Dune – Der Wüstenplanet“ oder für Dennis Hopper bei „Catchfire“. Doch nicht jeder darf sich Alan Smithee nennen – in Amerika gelten strenge Regeln: Tony Kaye durfte das Pseudonym für „American History X“ trotz eines gestellten Antrags nicht verwenden. In INSIDE HOLLYWOOD greift Regisseur Jeremy Brunell deshalb gleich auf eine ganz andere Lösung zurück: Nach einem aufgebrachten Disput in Anwesenheit der Studiochefin lässt er sich von Produzent Ben zu einer neuen Schnittversion überreden – scheinbar. Alle sind gespannt auf die Premiere in Cannes…
Zwei Wochen aus dem turbulenten Leben des Filmproduzenten Ben (Robert De Niro): Er hat Stress mit der Studiochefin Lou (Catherine Keener), weil sein Regisseur (Michael Wincott) sich weigert, nach katastrophalen Testvorführungen das Ende des Films umzuschneiden. Parallel gibt es Probleme mit der neuen Produktion, denn Hauptdarsteller Bruce Willis (Bruce Willis) ist nicht gewillt, sich für die neue Rolle den lange gezüchteten Bart abzurasieren. Ereignisse wie diese gehören – gepaart mit psychotischen Agenten (John Turturro), gerissenen Drehbuchautoren (Stanley Tucci) und willigen, handflinken Starlets (Moon Bloodgood) – zu Bens Alltag. Außerdem fordert Noch-Ehefrau Kelly (Robin Wright Penn) ebenso ihren Tribut wie die pubertierende Tochter Zoe (Kristen Stewart). Die wöchentlichen Besuche bei der Paartherapeutin versprechen kaum Erfolg – und dass auch noch das Filmfestival in Cannes vor der Tür steht, macht Bens ganz normal chaotisches Hollywood-Leben noch eine Spur komplizierter…































